Das Kartenlegen, auch genannt Kartomantie oder Chartomantik (Kartenlegekunst), ist ein Teilbereich der Wahrsagung. Der Kartenleger sieht sich in der Lage, mit Hilfe von Spielkarten (dies können spezielle Karten wie Lenormand-, Zigeuner-, Kipper-, Engels-, Mondorakel- und Tarot-Karten, aber auch ein gewöhnliches Skatblatt sein) über Situationen, Personen und Zukunft etwas aussagen zu können, ohne faktisches Wissen zu benötigen. Die Voraussagen finden ihre Grenze am psychologischem Geschick des Kartenlegers und der Mitteilungsfreude des Fragenden. Wissenschaftlich gesehen ist die Vorhersage der Zukunft aus der Lage von Karten nicht möglich.
Die Kartenleger definieren ihre eigene Tätigkeit als Hilfestellung mit dem Ziel zur Lösung von Problemen zu gelangen. Sie ermitteln die gegenwärtige Lebenssituation durch das Kartenlegen und schließen zu den so erlangten Erkenntnissen von ihr auf die Zukunft. Während dieses Prozesses erkennt der Kartenleger mögliche Zukunftsperspektiven, aufgrund derer er seine Prognose erstellt. Alles Wissen ist bereits in jedem Menschen enthalten, ohne dass er in der Lage ist darauf zuzugreifen.
Dazu mischt der Kartenleger die Karten und breitet sie nach bestimmten Mustern und Bildern aus, wobei die verschiedenen Positionen oftmals Bezeichnungen wie gegenwärtige Situation, Ängste und Hoffnungen oder zukünftige Ereignisse tragen. Aus den vorgegebenen Kartenbedeutungen in Verbindung mit der Kartenposition will der Kartenleger etwas herauslesen, was einen Blick in die Zukunft gestattet und zur Lebensanalyse tauglich sein soll.
