Die kleine Hexenküche...
...oder das Einmaleins des Räucherns
Ein Beitrag von Caillea.
Räuchern? Fisch oder Fleisch? Nein, keine Angst. Diesen Beitrag können Sie ruhigen Gewissens lesen, auch wenn Sie Vegetarier oder Veganer sind.
Es geht um das Räuchern als seelische bzw. meditative Unterstützung oder zu Reingungszwecken.
Nein, Sie lernen durch diesen Artikel nicht, wie Sie richtig mit dem Wischmob oder dem Fensterleder umgehen, aber Sie können erfahren, wie Sie Ihre Räume energetisch klären und sich selbst mit Aromen unterstützen können. Und wie immer gibt es dafür natürlich auch einen wahnsinnig schönen Fachbegriff aus dem Englischen: Space-Clearing.
Was würden wir nur tun, wenn wir nicht diese ganzen esoterisch-englischen Worthülsen hätten? Raumreinigung klingt ja auch viel zu banal, nach Putzmitteln und so anstrengend!
Folgendes findet man zum Begriff „Räuchern“ auf www.wikipedia.de:
„Als Räuchern bezeichnet man das Verglühen ausgewählter Stoffe (Räucherwerk) auf glühenden Kohlen oder einem erhitztem Untergrund, wodurch bestimmte Duft- oder Wirkstoffe freigesetzt werden. Es gibt auch Räucherstäbchen aus Kohle, die mit natürlichen oder meist synthetischen Duftstoffen vermischt ist, so dass diese leicht angezündet und verräuchert werden können.
... Das Räuchern dient einerseits zum Erzeugen angenehmer Düfte, andererseits aber auch zu naturmedizinischen und zu magischen Zwecken. So sollen zum Beispiel böse Geister durch das Räuchern aus Räumen vertrieben werden können. ...“
Und damit sind wir schon mitten im Thema.
1. Räucherstäbchen:
Für die bequemen unter uns. Leicht zu erhalten, leicht anzuwenden. Gute Räucherstäbchen erkennt man daran, dass sie handgemacht sind und nur aus natürlichen Zutaten bestehen. Leider werden mehr und mehr synthetische Produkte angeboten, zu erkennen an dem supergünstigen Preis von unter einem Euro pro Schachtel und an dem wirklich aufdringlichen Duft, der vielen Menschen schon Kopfschmerzen und Übelkeit einbringt wenn Sie nur an der Packung oder dem Stäbchen schnuppern, noch bevor es angezündet wird.
Räucherstäbchen eignen sich hervorragend für den Einsatz als Wohnraumbeduftung oder als Meditationsunterstützung. Wenn Sie also eine nette Atmosphäre zaubern wollen, sich gemütlich in die Wanne legen möchten um zu entspannen, vielleicht noch mit einer hübschen Musik, dann sind Räucherstäbchen das Mittel der Wahl. Räucherstäbchen anzünden und die Spitze zum Glühen bringen. Es gibt viele verschiedene Halter, aus Holz, Stein oder Keramik. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie einen feuerfesten Untergrund haben, denn auch die Asche, die herab fällt ist noch sehr heiß und Sie möchten doch keine Brandstelle in Ihrem Tisch haben, oder?
Nicht geeignet sind sie jedoch zur Klärung von Räumen.
2. Räucherkegel:
Das Räucherstäbchen in komprimierter Form und damit für die gleichen Anwendungen zu empfehlen.
3. Räuchern auf Kohle:
Die Urform des Räucherns. Diese Räuchermethode erfordert Ihre volle Aufmerksamkeit, denn wenn Sie über längere Zeit räuchern möchten, dann müssen Sie immer wieder nachlegen und die verbannten Reste von der Kohle entfernen.
Sie benötigen:
1 feuerfestes Gefäß (ACHTUNG Gefäße werden sehr heiß)
1 Schnellzünder-Kohle
1 Zange mit der Sie die Kohle beim Anbrennen halten
1 Dooplöffel (mit dem Sie das Räucherwerk auf die glühende Kohle geben)
Räuchersand
Räucherwerk ihrer Wahl
Füllen Sie das Gefäß je nach Größe zur Hälfte mit Räuchersand, nehmen Sie mit der Zange die Kohle und zünden Sie sie an. Legen Sie die Kohle nach dem Anzünden so auf den Räuchersand, dass die kleine Vertiefung in der Kohle nach oben zeigt. Nun warten Sie ab, bis die Kohle ganz durchgeglüht ist und sich ein kleiner Aschebelag auf der Kohle zeigt. Nun nehmen Sie den Dooplöffel und füllen diesen mit dem Räucherwerk Ihrer Wahl und geben das Räucherwerk in die Vertiefung der Kohle. Bitte gehen Sie nie mit dem Gesicht direkt über die Kohle und bitte atmen Sie den aufsteigenden Rauch nicht direkt ein! Hilfreich zum Verteilen des Rauchs ist eine Feder, die Sie leicht und langsam über dem Gefäß hin- und herbewegen. Nach einiger Zeit ist das Räucherwerk verbrannt und Sie sollten nun mit dem Dooplöffel vorsichtig die Reste von der Kohle entfernen. Wenn Sie die Räucherung fortsetzen möchten, geben Sie einfach wieder etwas von Ihrem Räucherwerk auf die Kohle. Dies können Sie solange fortsetzen, bis die Kohle verglüht ist.
Diese Art des Räucherns produziert in kurzer Zeit viel Rauch, ja man kann sagen, es qualmt so richtig. Aus diesem Grund ist es auch die wirkungsvollste Methode für die Raumreinigung.
Etwas sanfter ist da die nächste Variante:
4. Räuchern auf dem Sieb:
Auch hier ist Ihre Aufmerksamkeit gefordert, jedoch nicht ganz so stark wie bei der Kohle.
Sie benötigen:
1 Stövchen
1 Räuchersieb
1 Teelicht
Räucherwerk Ihrer Wahl
Zünden Sie das Teelicht an und stellen Sie es in das Stövchen. Legen Sie das Räuchersieb auf das Stövchen und schon können Sie loslegen. Geben Sie das Räucherwerk nur dann direkt in die Mitte des Siebes, wenn Sie eine stärkere Rauchentwicklung wünschen. Ansonsten platzieren Sie die Räucherstoffe um die Mitte herum.
Diese Methode bietet sich für alle Einsätze an, da sie sowohl eine Wohnraumbeduftung erreichen als auch einen klärenden Effekt erzielen.
Dies gelingt dadurch, dass auf dem Sieb das Räucherwerk weniger stark erhitzt wird und die einzelnen Komponenten ihre ätherischen Duftstoffe langsamer freisetzen.
Räuchergrundstoffe:
Zum Einsatz kommen hier Harze wie Weihrauch und Myrrhe, Hölzer wie Sandelholz oder Palo Santo, Kräuter wie Eukalyptus oder Salbei und Blüten wie Lavendel oder Rose.
Räuchermischungen:
Wenn Sie etwas ganz besonderes planen, eine besondere Meditation vorbereiten möchten oder vielleicht eine bestimmte Schwingung benötigen, dann helfen Ihnen bestimmte Räuchermischungen dabei, Ihr Ziel zu erreichen.
Bei fertigen Räuchermischungen ist es unglaublich wichtig, dass die einzelnen Rohstoffe richtig miteinander korrespondieren, nicht jedes Räucherwerk „verträgt“ sich mit einem anderen. Außerdem sollten Sie wissen, wie lange Sie räuchern möchten. Die meisten Hersteller bieten fertige Mischungen in 30 ml Gläsern an, das entspricht einer Menge von ca. 3 Gramm und reicht leider nur für 1 – 2 Stunden. Wenn Sie jedoch Ihre Wohnung energetisch reinigen möchten, dann kommen Sie damit nicht wirklich weit, außer, Sie wohnen in einer Ein-Zimmer-Wohnung ohne Balkon und Keller.
Grundsätzliches zum Räuchern:
Räucherstoffe haben ihre ganz eigene Aufgabe, bringen Sie mit ihren ganz eigenen Energien in Verbindung, korrespondieren (stehen in Verbindung) mit einem Element, stehen für einen Planeten und für ein Geschlecht.
Ebenso verhält es sich mit den Wochentagen und Uhrzeiten, auch Sie korrespondieren mit den Planeten, die unsere Erde umkreisen.
Auch der Aufenthaltsort des Mondes zum Zeitpunkt der Räucherung ist bei der Planung eines Räucherrituals wichtig, denn die Planeten geben die Themen vor, mit denen wir uns zu diesem Zeitpunkt beschäftigen. Und die Energie eines Voll- oder Neumonds ist eine völlig andere, als die eines zu- oder abnehmenden Mondes.
Und der richtige Zeitpunkt ist nun einmal das A und O, damit das, was Sie sich wünschen, gelingt.
Wenn Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus reinigen möchten, dann fangen Sie bitte am höchsten Punkt an und räuchern Sie immer vom hintersten Punkt eines Zimmers zur Tür auf den Flur hinaus. So gelangen sie Etage für Etage hinunter. Der letzte Punkt ist immer der Keller. Zum Schluss räuchern Sie die alte Energie zur Haustür hinaus, lüften Sie und lassen Sie die neue Energie hinein.
© by Caillea
Erschienen in der Zeitschrift "astro-privat" Ausgabe 08/2007

